Private-School

Private School

Die Private School oder zu Deutsch Privatschule wird immer häufiger zur Alternative der staatlichen Schule gegenüber.

Sie zeichnet sich eben durch den nicht staatlichen Träger aus.

Stattdessen sind die Schulträger kirchliche oder soziale Einrichtungen, Personengesellschaften oder Privatpersonen.

 

Warum entstehen Privatschulen?

Die Privatschulen haben in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Binnen 20 Jahren ist ihre Zahl um 76 Prozent gestiegen, 2012 besuchte bereits jeder neunte Schüler in Deutschland eine Private School. Mittlerweile können Eltern sich in Deutschland zwischen 3.500 Privatschulen entscheiden.

Die Gründe für die Entstehung allgemeinbildender Schulen in privater Hand sind vielfältig. Oft soll ein besonderes pädagogisches Konzept in diesen umgesetzt werden. Bekannte Beispiele dafür sind die Montessori-Schulen sowie die Waldorf-Schulen. Andere Gründe für die Entstehung von Privatschulen finden sich im Fächerangebot. Da die Träger für die konzeptionelle Gestaltung und das Lehrpersonal selbst verantwortlich sind, können sich Schüler freier entfalten. Es werden zusätzliche Fächer angeboten, die an staatlichen Schulen kaum zu finden sind, wie etwa darstellende Künste oder ähnliches.

Auch sind Ganztagesangebote für Privatschulen keine Seltenheit, die vor allem voll berufstätige Eltern entlasten können. Häufig werden die Private Schools auch in Form eines Internats geführt, in dem die Schüler nicht nur lernen, sondern auch leben, schlafen und ihre Freizeit verbringen. Höhere soziale Kompetenzen und geringere Klassenstärken, in denen besser auf den Einzelnen eingegangen werden kann, sind die größten Hoffnungen, die Eltern in die Privatschule stecken.

 

Private School – man muss es sich leisten können

Grundsätzlich ist die Bildung in Deutschland kostenfrei. Allerdings gilt dies nur für staatliche Schulen. Die Private School dagegen finanziert sich in der Regel aus Spenden, Finanzhilfen und natürlich Schulgeld. Lediglich ein Drittel der Gelder kommt als Förderung vom Staat. Dementsprechend tief müssen die Eltern in die Tasche greifen, wollen sie den Nachwuchs auf eine Privatschule schicken.

Wie teuer das Ganze tatsächlich ist, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen der Standort, die pädagogische Ausrichtung der Private School, das Personal und die Klassengröße. Weitere Faktoren, die das Schulgeld beeinflussen können, sind Ausstattung, Zusatzangebote und nicht zuletzt der gute oder weniger gute Ruf einer Private School. Im Schnitt muss man mit 150 bis 500 Euro pro Monat für den Besuch der Privatschule rechnen. Das gilt allerdings nicht für das Internat, wo auch noch die Unterkunft gestellt wird. Hier fallen die Kosten wesentlich höher aus.

Für sehr begabte Schüler gibt es die Möglichkeit, ein Stipendium zu erhalten. Außerdem können Eltern unter Umständen Schüler-BaFöG für den Nachwuchs beantragen und auch einige Fördervereine unterstützen weniger gut situierte Familien dabei, den Nachwuchs auf eine Privatschule zu schicken.